Johannes Maria Haw war eine kirchliche Persönlichkeit seiner Zeit, tief verbunden mit den Päpsten und der Kirche. Er bemühte sich mit aller Kraft um Mäßigung beim Konsum alkoholischer Getränke. Er war einer der Pioniere des Laienapostolats zwischen den beiden Weltkriegen. Er war ein Anwalt der Hilflosen und Obdachlosen. Sie verbreitete Anbetung und Eucharistie. Er erkannte den Wert von Buße und Wiedergutmachung und förderte die Verehrung Jesu Christi als König der Welt. Johannes Maria Haw war eine moderne Persönlichkeit. Schon früh erkannte er den Wert der Medien für die Verkündigung des Evangeliums. Er gab mehrere Zeitschriften heraus und seine Veröffentlichungen erreichten hohe Auflagen. Viele Leute fühlten sich zu ihm hingezogen. Sie hielten ihn für einen zutiefst inneren und religiösen Menschen. Sie waren fasziniert von der Art, wie er betete und die Eucharistie feierte. Johannes Maria Haw war erfüllt von einer eucharistischen, marianischen und apostolischen Spiritualität, die von vielen Quellen genährt wurde. Die nachahmende Verehrung seines Schutzpatrons Johannes des Täufers und Christus als König der Welt führte ihn zu seinem Motto: "Ich preise Gottes Barmherzigkeit." Pater Johannes, Gründer der Johannesbund und der beiden Ordensgemeinschaften der Schwestern und Missionare des Heiligen Johannes des Täufers, feiert am 26. Mai seinen 150. Geburtstag. Ja, „Vater“ Johannes, so nennen ihn Ihre geistlichen Töchter und Söhne, als er noch lebte. Er hat sich dieses Namens „Vater“ immer als würdig erwiesen und so fiel es ihnen nicht schwer, auf diese Weise mit Ihm umzugehen. Schwester Coleta hebet seine Art hervor: „Ihre freundliche Einstellung hat mich tief geprägt. Ihr Beispiel hat mich mehr beeindruckt als Ihre Worte. Er lebte in ständiger Einheit mit Gott, er war in Gott eingetaucht. Pater Johannes war immer verständnisvoll und väterlich, sodass ich mich in allen Situationen vertrauensvoll an ihn wenden konnte. Ich war immer von seinem Leben der Heiligkeit überzeugt.“ Und so drückt sich Joseph Fischer aus: „Von dem ersten Moment an, als ich ihn traf, war seine Größe als Priester in mir eingeprägt. Seine Würde, seine Ausgeglichenheit, seine Zuversicht und nicht zuletzt seine Freundlichkeit, dass ich ihn als Laie mit Respekt ansah. Ich konnte ihm vertrauen und habe dieses Vertrauen sein ganzes Leben lang erfahren. Seine Augen strahlten ein unbeschreibliches Übernatürliches aus.“ Pastor Burkhard schreibt über ihn: „Johannes Haw war ein dynamischer Mann mit großen leuchtenden Augen, einer führenden Persönlichkeit, hoher Moral, wunderbarer Ausgeglichenheit und Freundlichkeit, immer hilfsbereit. Ein Mann, der den Titel "Vater" verdiente. In seinem Leben sind Dinge passiert, die die Grenzen des Allgemeinen überschritten haben. „Helfer der Menschheit“ – Johannes Maria Haw ist aufgrund seines sozio-religiösen Einflusses und seines Wesens eine dieser Persönlichkeiten. Diejenigen, die ihn kannten, behaupten, er sei ein Heiliger“. Im Alter von 26 Jahren, zwei Jahre nach Ihrer Priesterweihe, haben Sie angesichts des Alkoholproblems in seinen Pfarreien den Entschluss gefasst: „Ich muss etwas für diese Menschen tun!“ und er hat sich nie ausgeruht. Er war immer wachsam und hat alle möglichen Formen des Apostolats erfunden. Sein Ideal war es, allen Menschen Gottes befreiende Liebe zu bringen. Ich bin ein Instrument, ein Diener wie Maria. Sein bedingungsloses JA muss konkret sein und mit allen die Erfahrung der barmherzigen Liebe Gottes teilen. Pater Johannes wurde in der öffentlichen Ölbergkapelle vor dem Zentral des Johannesbundes in Leutesdorf beigesetzt. Sein kleiner barocker Turm verkündet allen vier Winden: „Hier liegt einer der Großen im Reich Gottes begraben“. Herzlichen Glückwunsch Pater Johannes Maria Haw zum Geburtstag! Sr. Celeste Goncalves CSJ (Vice-Postulatorin)